Biografie ę Wim Wenders Werkschau

 

Wim Wenders - Biografie

Wim Wenders wurde am 14. August 1945 in Düsseldorf geboren. Nach Abschluß der Schule studierte er zunächst Medizin und Philosophie.

Doch nach einigen Semestern wechselte er 1968 an die Hochschule für Film und Fernsehen in München. In dieser Zeit schrieb er bereits Filmkritiken und drehte erste Kurzfilme. 1969/70 machte er seinen ersten langen Film: —Summer in the City", die Abschlußarbeit an der Hochschule.

1971 gehörte Wenders zu den Gründungsmitgliedern des —Filmverlags der Autoren" und 1975 gründete er seine eigene Produktionsfirma —Road Movies".

Auf seinen Debut-Film folgten —Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" (1971) nach dem Roman von Peter Handke, —Alice in den Städten" (1973), die Geschichte einer Suche nach Heimat, und —Falsche Bewegung" (1975), ein Film nach dem Drehbuch von Peter Handke, frei nach Motiven von Goethes —Wilhelm Meister", der sechs Bundesfilmpreise gewann. Sein nächster Film, —Im Lauf der Zeit" (1975), erhielt bei den Filmfestspielen in Cannes 1977 den internationalen Kritikerpreis der FIPRESCI-Jury. —Im Lauf der Zeit" erzählt von einer Reise entlang der ehem. deutsch-deutschen Grenze.

Schon immer fasziniert von der Bilderwelt Amerikas, arbeitete Wenders danach an —Der amerikanische Freund" (1977). Diese Hommage an den Gangsterfilm basiert auf dem Roman —Ripley's Game" von Patricia Highsmith. 1977 folgte Wenders der Einladung Francis Ford Coppolas, einen Film über den Krimiautor Dashiell Hammet zu drehen. So entstand in insgesamt vierjähriger Arbeit —Hammet" (1982). In dieser Zeit in Amerika drehte Wenders auch —Nick's Film" (1980), ein einfühlsames Portrait über den sterbenden Nicholas Ray.

Wenders nächster Film —Der Stand der Dinge" - eine Reflexion über die Probleme des Filmemachens - gewann 1982 den 'Goldenen Löwen' in Venedig. Mit der 'Goldenen Palme' und dem 'British Academy Award' wurde 1984 dann —Paris Texas" ausgezeichnet. —Paris Texas" erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich mit seinem Sohn auf die Suche nach seiner verschwundenen Frau macht.

1986 wählte Wim Wenders Berlin und den Himmel über der Stadt als Schauplatz seines Films vom Engel Damiel, der sich in eine Trapezkünstlerin verliebt und ein Mensch werden will; nach der filmischen Weltreise —Bis ans Ende der Welt" ist —In weiter Ferne, so nah!" die Fortführung von —Der Himmel über Berlin", die den atemberaubenden Veränderungen in der ehemals geteilten Stadt Rechnung trägt.

Die Pariser Sorbonne hat Wim Wenders einen Doktor h.c. verliehen. Er ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste, Vorsitzender der European Film Academy und seit 1993 Professor an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.

 

Filmografie

1967 Same Player shoots again

(Kurzfilm)

1968 Silver City (Kurzfilm)

1968/69 Alabama: 2000 Light Years (Kurzfilm)

1969 —3 Amerikanische LP's" (Kurzfilm)

1969/70 Polizeifilm (Kurzfilm)

1969/70 Summer in the City mit Hanns Zischler, Edda Köchl, Libgart Schwarz

1971 Die Angst des Tormanns beim Elfmeter mit Arthur Brauss, Erika Pluhar, Libgart Schwarz, Rüdiger Vogler

1972 Der Scharlachrote Buchstabe mit Senta Berger, Hans-Christian Blech, Lou Castel, Rüdiger Vogler

1973 Alice in den Städten mit Rüdiger Vogler, Yella Rottländer, Lisa Kreuzer

1974 Aus der Familie der Panzerechsen/ Die Insel (Kurzfilme) mit Lisa Kreuzer, Katja Wulff, Marquart Bohm

1974/75 Falsche Bewegung mit Rüdiger Vogler, Hanna Schygulla, Marianne Hoppe

1975/76 Im Lauf der Zeit mit Rüdiger Vogler, Hanns Zischler, Lisa Kreuzer

1976/77 Der Amerikanische Freund mit Bruno Ganz, Dennis Hopper, Lisa Kreuzer

1978/82 —Hammet" mit Frederic Forrest, Peter Boyle, Marilu Henner

1979/80 Nick's Film-Lightning over water mit Nicholas Ray, Rhonee Blakley, Wim Wenders

1980/82 Der Stand der Dinge mit Patrick Bauchau, Samuel Fuller, Isabelle Weingarten

1982 —Reverse Angle - New York City" (Kurzfilm)

1982 Chambre 666 (Kurzfilm)

1983/84 —Paris-Texas" mit Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski, Dean Stockwell, Aurore Clément, Tim Hunter

1984/85 Tokyo-Ga (Dokumentarfilm)

1987 —Der Himmel über Berlin" mit Bruno Ganz, Solveig Dommartin, Peter Falk, Otto Sander, Curt Bois

1987/91 Bis ans Ende der Welt mit William Hurt, Sam Neill, Solveig Dommartin, Jeanne Moreau, Max von Sydow, Rüdiger Vogler

1989 Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten (Dokumentarfilm)

1992 Arisha, der Bär und der steineren Ring (Kurzfilm)

1993 In weiter Ferne, so nah! mit Otto Sander, Peter Falk, Horst Buchholz, Nastassja Kinski, Bruno Ganz, Solveig Dommartin, Rüdiger Vogler, Willem Dafoe

1994 —Lisbon Story" mit Rüdiger Vogler, Teresa Salgueiro, Patrick Bauchau

1996 Die Gebrüder Skladanowsky mit Udo Kier, Nadine Büttner, Eugen Skladanowsky, Christoph Merg, Otto Kühnle, Rüdiger Vogler

1996 —Am Ende der Gewalt" mit Bill Pullman, Andie MacDowel, Gabriel Byrne

1998 —Ry Cooder and the Buena Vista Social Club"

 

(Die Filme der Wim Wenders Werkschau sind -Stand: 1/99- fett gesetzt.)

 

Im Basis-Film Verleih Berlin