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18.00 Uhr – im Druckhaus des Süddeutschen Verlages am
Stadtrand von München beginnt die Arbeit. Ernst Günl, Willi
Randelshofer, Thomasso Galiano und Olga Miefanger arbeiten
schon lange in der Packerei des Druckhauses. Langsam
beginnen die Förderbänder zu rattern, in verschiedenen
Tonlagen, unregelmäßig. Die Geräusche steigern sich, bis
auch die schweren Trommelmaschinen ihren Rhythmus
gefunden haben. Die Nachtschicht hat begonnen.
Im Mittelpunkt des Film stehen die letzten Arbeitstage
langjähriger Mitarbeiter des Druckhauses. Ernsti, Olga, Willi
und Thomasso werden, mit vielen anderen Kollegen, wegen
der geplanten Umstrukturierung des Verlages in den
Frühruhestand geschickt. 
Nachtschicht ist ein Film über Abschied und das, wovon
Abschied genommen wird, eine anachronistisch gewordene
Arbeitswelt. Der Film erzählt mit cineastischem Blick eine
Geschichte die uns die Stärken und Schwächen dieser
Menschen und ihre Würde in einem unverwechselbaren
Licht zeigt.