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VERLORENWASSER |
Jahr 1990-2010
Länge 27 + 31 + 22 + 20 min. = 100 min.
Bildformat 16 mm | 1:1,34 | Farbe & s/w |
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STAB |
Buch | Regie | Kamera Peter Roloff
2. Kamera | Ton Klaus Dörries, Carolin Lingke, Martin Muser, Andreas Ruft, Anke Schäfer
Montage Barbara Kirchner (Teil1), Frank Behnke (Teil 2), Peter Roloff (Teil 3), Manfred Hielscher (Teil 4)
Musik Peter Roloff, Jens Jamin, Adolph Hofner, Polka Service
Musikaufnahmen Studio-Nord Bremen
Tonmischungen Lothar Mankewitz, Martin Steyer, Peter Roloff
Sprecher Edi Samland, Erika Eller, Peter Lewan
Titel Thomas Wilk, Moser + Rosié
Kopierwerke Defa Studio für Dokumentarfilme, Defa Adlershof, Arri Berlin, CinePostproduktion - Geyer Berlin
Produktionsassistenz Andrea Kuserau, Jana Drescher
Produktionsleitung Florian Körner von Gustorf, Susanne Lob
Förderungen Goethe-Institut, Kulturelle Filmförderung Berlin, Medienboard Berlin Brandenburg, Filmbüro Bremen
Produktion Peter Roloff, maxim film
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| <b>Auszeichnungen</b>
Teil 3.
- Bester Dokumentarfilm - Palm Springs, USA
- Bester Kurzfilm - Belo Horizonte, Brasilien
- Honorable Mention - Ann Arbor, USA.
- 3. Zuschauerpreis für Dokumentarfilme - Selb, Germany
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TEXTE ZUM FILM |
<b>Peter Roloff über seine Verlorenwasser-Filme:</b>
"Verlorenwasser ist ein imaginärer Ort in realer Landschaft. Auf der Suche nach einem leeren Deutschland fand ich den Bach auf einer Landkarte und war von seinem Namen fasziniert. Meine erste Reise an die Quelle des Verlorenwasser war ein gelebter Tagtraum. Offen lag es vor mir, das längst verlorengeglaubte, preußische, ach so beschauliche Deutschland. Das war vor gut zwanzig Jahren. Der Ort - oder besser: die Idee von diesem Ort - hat mich nicht mehr losgelassen....
...Die Bilder an den Wänden der Erinnerung, sie mögen sich verformen, aber sie verblassen nicht. Die Landschaft um Verlorenwasser reizt durch ihre Kargheit. Das Auge ruht auf den gewohnten Dingen: ein Feld, ein Wald, ein Strommast, ein Zaun. Gierig suche ich nach sonderbaren Gerätschaften, abweichenden Naturformen oder Veränderungen des Wetters. Spuren des Besonderen. Ich schneide mit der Kamera Bilder aus dem Naturraum. Ich seziere die Töne. Die gleichgültige Landschaft soll sich meinem Diktat des Anekdotischen beugen. Es wird zur Obsession. Ich zwinge die Landschaft zur Rede. Ihre Zeichen sollen sprechen lernen. Überall Löcher. Ein jeder gräbt seinen Imaginationen hinterher. Fliehende Soldaten Napoleons suchen im Wald nach einer versteckten Kriegskasse. Bewohner suchen die nach dem zweiten Weltkrieg vergrabene Figur der Borussia auf dem Hagelberg. Ich sehe in Verlorenwasser hinter der idyllischen Fassade die Inschrift des Krieges. "1945" - die Zahl schreibt sich in die Zeichen ein. Oder präge ich die Zahl in die Zeichen? Der Frage entkommt, wer selbst die Regeln bestimmt. Ich verwandle Verlorenwasser in eine Bühne. Voilá - der Vorhang öffnet sich. Igor Grusewejitsch tritt vor mein Auge. Ich lasse ihn die Welt bereisen und am Ende in Verlorenwasser sterben. Aber Igor widersetzt sich mir. Er inszeniert seinen Tod nur zum Schein. Damit entflieht er vor seinen Zwängen und lebt ein neues Leben an einem anderen Ort. Ich aber bleibe in Verlorenwasser."
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